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Blog - My Soapbox


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Ein Plädoyer für die Seife

Sorry English readers, this article is in German only. Even though it sometimes returns funny results, you might want to give Google's auto translation a try.

Ich steige hier ja gerne mal auf meine "soapbox", meine "Seifenkiste", und nehme Dinge aufs Korn, die mich begeistern, stören oder auf sonstige Weise berühren. Heute könnt ihr die Seifenkiste mal ganz wörtlich nehmen.

Mal ganz ehrlich: Das Seifenstück ist in Gefahr. Seit Jahren wird es von der Handwaschlotion in markttechnische Bedrängnis gebracht, es wird im Namen von Hygiene, Rückfettung, Kalkablagerung und der Hautfreundlichkeit vom Waschbeckenrand verdrängt und in die Ecke des Veralteten gestellt.

Seit Jahren versuche ich dem traditionellen Seifenstück den Platz einzuräumen, der ihm gebührt. Meine Liebe zur Seife rührt von verschiedenen Dingen her. Unter anderem bin ich mit Seife aufgewachsen. Flüssigseife zum Hände waschen gab es früher zu Hause einfach nicht.

Aber halt, nicht weg klicken, geneigter Leser! Es folgt jetzt kein Artikel aus der Rubrik "früher war alles besser", versprochen.

Schauen wir uns doch mal kurz an, wie Seife gemacht wird:

Ölen und Fette werden mit Hilfe von Lauge zur echten Seife gekocht. Verseifung nennt man das. Und weitere Ölzugaben sorgen dann für die sogenannte Überfettung, und die ist für die Rückfettende Wirkung zuständig.

Im Gegensatz dazu werden Flüssigseifen aus standardisierten Zusatzstoffen hergestellt, die nicht zuletzt ausgerichtet sind auf Hautgefühl, Schaumbildung und pH-Wert.

Die Herstellung der harten Seife klingt zunächst sehr nach Waschküche und Kernseife. Schaut man etwas tiefer, dann findet man unter den Zutaten handgemachter Seifen auch gerne mal Olivenöl, Jojobaöl, Kokosöl, Jasminöl, Sesamöl, Sheabutter, Kokosbutter, Johanniskrautöl, Kamillenöl, Reiskeimöl, Avocadoöl, Aprikosenkernöl, Lorbeeröl, Rosenöl oder Walnussöl, und das sind noch lange nicht alle.

Zusätzlich verarbeiten die Seifenmacher dann auch gerne noch so leckere Zutaten wie Honig, Kaffee, Mohn, Salz, Kräuter und Haferflocken in den Seifen. Fürs haptische und für den speziellen Kick.

Daneben wirken die Inhaltsstoffe der industriell hergestellten flüssigen Handwaschmittel aus dem Supermarkt - na sagen wir mal: klinisch. Hier am Beispiel von "Handsan Geruchsstopp Flüssigseife":

Aqua, Sodium Laureth Sulfate, Glycerin, Cocamidopropyl Betaine, Parfum, Lactic Acid, Citrus Grandis Peel Oil, Coco-Glucoside, Glyceryl Oleate, Sodium Lactate, Sodium Chloride, PEG-40 Hydrogenated Castor Oil, Sodium Benzoate, Limonene, Citral, CI 47005

Zugegeben: einige dieser Inhaltsstoffe klingen nur schlimm, sind es aber nicht. Und nochmal zugegeben: es gibt auch industriell gefertigte Seifenstücke, die mich nicht wirklich ansprechen.

Aber hier soll es ja um die handgefertigten Seifen gehen. Um die, die in den kleinen Manufakturen aus Zutaten hergestellt werden, mit denen der durchschnittliche Genussmensch noch etwas verbinden kann. Und von diesen Manufakturen gibt es glücklicherweise immer noch einige, selbst wenn sie es nicht leicht haben.

Ein Beispiel ist da der Eulenhof. Über deren Seifen sind wir vor einer Woche beim Fotografieren der Horber Ritterspiele gestolpert. Was für eine Fundgrube leckerer Zutaten, was für ein sinnlicher Genuss! Und das nicht nur für die Nase. Man stelle sich nur die Haptik einer Rosmarin-Salz-Seife vor, hergestellt aus Kokosöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Distelöl, Jojobaöl, Aprikosenkernöl, Kakaobutter, Milch, ätherischen Ölen, Algenpulver, Rosmarin und Salz. Mit 7 % Überfettung. Dazu das angenehme Schubbern der Salzkristalle und Rostmarinstücke beim Waschen der Hände. Oder beim Duschen, Peeling inbegriffen.

Nach Inbetriebnahme der Melissenseife (für Handwaschzwecke) und nachdem die frische Marzipanseife zwecks Nachhärtung noch drei Wochen liegen muss, gilt mir nun jedesmal beim Gang ins Bad ein angenehmer, ätherischer und von Labor-Duftstoffen freier Empfang, den ich in dieser Form bei den Industrieseifen bisher nicht kannte.

Die CD und die Palmolive Handwaschlotion werden ab jetzt verbannt, an meine Haut lasse ich nur noch Wasser und Eulenhof-Seife.

» Eulenhof-Seifen kann man hier online bestellen



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upsidedownpocketchris

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