Der Lönkel: wenn Garten und 3D-Druck zusammenfinden

Manchmal ist die beste Lösung erstaunlich einfach.
Wir haben drei Gießkannen. Alle drei haben bis vor kurzem dasselbe Problem gehabt: Die mitgelieferte Brause war entweder zu schwach oder verstopft. Irgendetwas findet immer seinen Weg. Eichenblätter zum Beispiel. Dann gießt die Kanne schief und langsam.
Der Lönkel arbeitet nach dem Löffel-in-der-Spüle-Prinzip, bei dem unter dem laufenden Wasserhahn das Wasser auffächert und eine Fläche bildet. Haushaltsphysik zum Ausprobieren. Konkave Seite nach oben.

Der Lönkel kommt aus dem 3D-Drucker, die Druckdatei findet sich auf Makerworld. Er kommt vorne auf die ganz typischen Plastikkannen, statt der klassischen Brause. Keine kleinen Löcher, keine Verstopfungsgefahr. Stattdessen eine Wasserfläche.
Damit hat er 2 Vorteile:
Erstens: Das Wasser verlässt die Kanne schnell. Kein Widerstand durch enge Löcher, kein Druck, der sich aufbaut. Es fließt, wie es will. Und so schnell wie ohne Brause.
Zweitens: Das Wasser fließt breit und aufgefächert. Kein Aufprall auf einem Punkt. Kein bohrender Strahl, der den Boden wegspült.
Das Ergebnis: Schnelles Gießen, kein Wegschwemmen.
Wir haben eine Kanne damit ausgestattet. Dann die zweite. Dann die dritte.

Der Lönkel ist bei uns Standard geworden.
Manchmal ist 3D-Druck am besten, wenn man hinterher nicht mehr daran denkt. Wenn das Teil einfach da ist, seinen Job macht, und man sich nur noch fragt, warum das nicht immer so war.