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Chris Marquardt, 1. July 2026, 16:43

Endspurt

Es geht aufs Ende zu. In den letzten zwei Wochen habe ich jedes Kapitel von Abenteuer Fotografie mindestens sechs bis achtmal am Rechner durchgeflöht. Nach Tippfehlern, nach ungelenken Formulierungen, nach zu glatten Stellen, nach zu langen Sätzen, nach zu unständlichen Worten.

Bei jedem Durchgang habe ich was gefunden. Ich habe viel gefunden. Auf jeder Seite Korrekturen, Änderungen, Anpassungen, Löschungen. Hier und da noch ein neuer Absatz. Sogar noch ein paar komplett neue Gedanken.

Das Manuskript

Jetzt bin ich in der Phase, wo ich mir das alles doppelseitig ausgedruckt habe und mit dem Bleistift darin rumkritzele. Nach den vielen Durchgängen am Rechner ist die Menge der Notizen schlicht unglaublich. Keine Seite ohne mindestens vier bis fünf Anmerkungen und Korrekturen.

Da ist alles dabei, von einfachen Typos bis zu Konzepten, die nicht funktionieren. Dinge, die ich bei achtmaligem Durchschauen eigentlich hätte finden müssen.

Kein Wunder, dass selbst die dritte Auflage von Absolut analog immer noch mindestens einen Fehler hat. Und das, obwohl da sicher deutlich mehr Augen draufgeschaut haben.

Ein Manuskript in der Seitenansicht

Was lernen wir daraus? Kreative Projekte haben keinen Schlussstrich. Kein definiertes Ende. Wir können beliebig lange feilen. Wir können ändern, ändern und nochmal ändern und werden doch kein Ende finden.

Aber wenn wir nicht irgendwann: Gut jetzt! sagen, dann verbauen wir uns damit den Mind Space für neue Projekte.

Ship it! Raus damit! Gut jetzt!

Am Montag ist Abgabe.

Oder wie Bre Pettis es im Cult of Done Manifesto so treffend formuliert:

Done is the engine of more