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Chris Marquardt, 9. June 2026, 15:30

Werkzeuge. So wichtig.

Das Papier wellt sich.

Nicht viel. Aber genug, um zu merken, dass es sich wellt. Das ist der Moment, in dem ich anfange, Klebestifte zu vergleichen.

Ein Zine lässt sich falten, ohne zu kleben. Das funktioniert, aber wer einseitig druckt, hat immer die leeren Rückseiten. Und die liegen einfach da. Die Lösung ist so simpel wie befriedigend: die leeren Seiten aufeinanderkleben. Aus zwei Blättern 90-Gramm-Papier wird auf einmal ein Blatt, das sich wie 180-Gramm-Karton anfühlt. Das Zine fühlt sich tatsächlich wertig an, ohne wertig zu sein. Immer noch Zine genug, um es ohne Zögern in die Hand zu nehmen, aber es fühlt sich halt satter an.

Aber nicht jeder Kleber ist gleich. Manche wellen das Papier. Manche kleben gut, aber lassen sich nicht präzise auftragen. Manche trocknen zu langsam. Soll ja flott gehen, von wegen niedrige Einstiegshürde und schnelles Ergebnis.

Also der Klebetest.

Vier Kandidaten: UHU, Tesa, Pentel Rollkleber, Pritt

Im Rennen sind vier Kleber: UHU, Tesa, Pentel Rollkleber und Pritt. Aktuell behaupten sich die Klassiker Pritt und UHU ganz vorne, auch wenn sie sich nicht ganz so präzise auftragen lassen. Der Pentel aus Japan ist interessant, die Gummirolle macht präzises Auftragen viel einfacher, aber die Flüssigkeit zieht tief in die Fasern des Kopierpapiers. Ob die daraus resultierende Welligkeit wieder von selber verschwindet? Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Ist das obsessiv? Vielleicht. Dabei ist das die Art Entscheidung, die einmal getroffen wird und dann nie wieder. Wenn das ausgetestet ist, werden alle Zines ab dann gut. Nicht nur die, bei denen ich Glück hatte.