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Chris Marquardt, 11. June 2026, 20:20

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Mal was aus dem Bereich „Professional Audio“. In einem früheren Leben habe ich professionell was mit Sound gemacht. Recordings, Sprache, Musik, Bands, 24 Spuren, im Studio, Live auf der Bühne, usw.

Dabei habe ich gelernt: Wenn Klangquellen von mehreren Mikrofonen gleichzeitig gehört werden, kommt es schon mal zu Interferenzen. Der Schall hat dann mehrere unterschiedliche lange Wege, um zum Mikrofon zu gelangen. Das macht Auslöschungen und Verstärkungen. Beim Sound nennen wir das „Phasing“ und es klingt nicht wirklich schön.

Mixing sound at Hamilton

Wenn das nicht live ist, sondern erst später gemischt wird, gibt es viele Möglichkeiten, das Phasing einfach in den Griff zu bekommen. Da lässt sich z.B. ein Gesangsmikrofon einfach stumm schalten, während die Sängerin nicht singt, damit über ihr Mikrofon keine Störgeräusche von der Bühne in den Mix gelangen.

Anders ist das beim Broadway-Live-Mix. Hier ein kurzer Blick hinter die Kulissen von Hamilton, dem Musical. Da sind einige Stimmen auf der Bühne, die rappen und singen. Das sind einige Performer, die nah beieinander stehen und sich auch bewegen. Der Mensch am Mischpult hat die Aufgabe zu verhindern, dass deren Stimmen nicht in mehreren Gesangsmikrofonen landen, damit kein unschönes Phasing entsteht.

Und wie macht er das? Er macht live während der Vorstellung synchron zum Song Zeile für Zeile einzelne Mikros auf und zu. Jeden Abend. Mit wechselnden Crews. Der muss also nicht nur jedes Stück in- und auswendig drauf haben, sondern auch noch die Eigenheiten der unterschiedlichen Künstler:innen kennen. HOLY SHIT, Hut ab!

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