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Chris Marquardt, 20. June 2026, 16:55

Winterknoblauch

Frisch geernteter Knoblauch

Knoblauch können wir in der Viewfindervilla nicht genug haben. Am besten ist der, der im eigenen Garten gewachsen ist.

Glücklicherweise gehört Knoblauch zu den unkomplizierten Gemüsen. Im Herbst machen wir das Beet bereit, harken etwas Wollpellets unter (super Langzeitdünger) und stecken im Abstand von 20 Zentimetern je eine Knoblauchzehe etwa 5 Zentimeter tief in die Erde, mit der spitzen Seite nach oben. Locker abdecken, einmal angießen und fertig. Unser lehmiger Boden hält genügend Feuchtigkeit, dass das bis zur Ernte reicht. Selbst, wenn es mal länger trocken ist.

Dann zupfen wir allerhöchstens einmal zwischendurch etwas Wildkraut, während wir bis zum Sommer einfach nur warten. Wenn der Knoblauch im Frühjahr blühen möchte, schneiden wir die noch geschlossenen Blüten ab. Dadurch steckt der Knoblauch mehr Energie in seine unterirdische Knolle und wir haben was leckeres, das wir ans Essen tun können. Ja, die Blüten sind lecker.

Wenn der überirdische Teil des Knoblauchs anfängt, abzuschlaffen und sich auf die Seite legt, wird geerntet. Die Knollen in der Erde sollen dann noch geschlossen sein.

Heute war es soweit. Den Knoblauch habe ich mit der kleinen Schaufel ausgegraben. Nicht am Strunk rausziehen, da bricht er gerne ab. Danach bündeln wir ihn und hängen ihn an Schnüren vierzehn Tage zum Trocknen auf. Danach schneiden wir die Stiele ab und packen die Knollen in ein Netz und hängen das in einen kühlen, dunklen Raum. Da hält er locker bis zum nächsten Frühjahr.

Wir haben mal den Knoblauch aus dem Supermarkt zum Auspflanzen verwendet, da waren die Knollen aber eher mickrig. Unsere Lieblingssorte ist deshalb Elefantenknoblauch. Das ist eine etwas mildere Sorte, die große Knollen macht. Manchmal bestehen die sogar nur aus einer großen Zehe. Gibt's im gut sortierten Handel.

Knoblauchknollen mit Erde und Wurzeln liegen auf einem Baumstamm